Das Filderkraut

Urkundlich erstmals erwähnt wurde das Filderkraut im Jahr 1501. Mönche in Denkendorf auf den Fildern – einer fruchtbaren mit Lößlehm bedeckten Ebene südlich von Stuttgart – züchteten diese spitz zulaufende Weißkohle von beachtlicher Größe. Zartheit und Geschmack der Blätter sowohl frisch wie auch als Sauerkraut überzeugten die „Leckermäuler“.

Zahlreiche Filderbauern kultivierten und selektierten im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte dann diese Sorten bis heute. Da die Samen- und Jungpflanzengewinnung aufwändig ist, sterben derzeit Jahr für Jahr Sorten aus und sind damit unwiederbringlich verloren!

Daher hat eine Initiative unter Leitung der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen beschlossen, die Rettung dieser Sorten „nicht auf die lange Bank zu schieben“ und u.a. einen Erhaltungsgarten mit derzeit 12 Sorten angelegt.

Schon in den Jahren davor wurden 5 Sorten zusammen mit dem Freilichtmuseum Beuren angebaut. Die Bilder zeigen deutlich die Unterschiede in Form und Blattstruktur, und auch der Geschmack ist verschieden!

Das Filderspitzkraut wurde von Slow Food Deutschland im Jahre 2005 in die Arche des Geschmacks aufgenommen: >> www.slowfood.de

Filder-Spitzkraut
Ansicht des Filder-Spitzkraut 2
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